Was ist beim Abwurf zu

 

beachten?

 

 

Die Bewegung für den richtigen Abwurf kommt aus dem Unterarm und aus dem Handgelenk. Der Körper bleibt dabei ruhig stehen. Die Hand folgt dem Pfeil und wird anschließend ganz durchgestreckt. Die Wurfbewegung muss also immer voll zu Ende geführt werden.

 

Was gilt es beim Griff zu

 

beachten?

 

Der optimale Griff ist in erster Linie reine Gefühlssache. Dabei sollte der Pfeil mindestens mit drei Fingern - nicht verkrampft, aber auch nicht zu locker - gehalten werden. Der Daumen liegt etwa im Schwerpunkt des Barrels. Dadurch wird die Richtung des Pfeils während des Abwurfes stabilisiert.

Wie halte ich meinen Pfeil

 

richtig?

 

Euch sind sicherlich die Vertiefungen, Rillen und Gravuren an den Darts aufgefallen - unterschiedlich, aber nützlich! Sie sind teils symmetrisch um den Barrelschwerpunkt angeordnet, den findet ihr, wenn ihr den Dart quer über den Zeigefinger legt. Jedoch: Diese Vertiefungen im Dart sind ein »Kann« - kein »Muss«, das heißt: Ihr könnt eure Darts halten wie ihr wollt, Hauptsache, sie schlagen dort ein, wo ihr wollt! Ringfinger an der Dartspitze, Mittelfinger am vorderen Barrel, Zeigefinger und Daumen am anderen Ende ... wenn es klappt, sieht es gut aus! Testet einfach mal alle möglichen Positionen aus. Ihr werdet erkennen, dass die Darts unterschiedlich hoch einschlagen - ihr müsst nun aber den Mittelweg finden ... euren perfekten Halt am Dart! Ich bin einmal so weit gegangen, den Daumen und meinen Zeigefinger am Konus des Flights zu halten und die anderen Finger auf dem Barrel: Die gingen butterweich ohne viel Kraftaufwand in die 20! Und nach ein paar Umstellungen der gesamten Fingerschaft meiner Wurfhand bestätige ich euch, dass ich noch werfen kann, wenn meine Bürokolleginnen bereits ihren Arm wegen Muskelschwunds halten ... und ich weiterhin gegen sie gewinnen könnte!

Wie wichtig ist die Fußstellung?

 

Ideal ist es, sich in direkter Linie vor die Scheibe zu stellen (sonst ist die Optik verzerrt). Ein Rechtshänder stellt das rechte Bein, ein Linkshänder das linke Bein vor und belastet es bequem. Das jeweils andere Bein bleibt fest am Boden. Wichtig ist ein stabiler Stand bei leichter Vorlage. Während des Abwurfes immer ruhig stehen bleiben (keine Wipp-Bewegungen).

Richtig zielen - aber wie?

 

Entscheidend ist, sich direkt auf den Punkt zu konzentrieren, den man treffen will, z.B. das Bull's Eye oder die Triple Zwanzig. Durch ständiges Üben wird so der Abwurf automatisiert und die Treffsicherheit erhöht. Ein direktes Zielen über den Pfeil hinweg (ähnlich einem Gewehr mit Kimme und Korn) ist aber bei Darts nicht möglich.

Wie kann ich besser zielen

 

üben?

 

 

Beim Zielen ist eine Automation bezüglich des Wurfvorganges unabdingbar, wobei die Haltung des Darts eine entscheidende Rolle spielt.

 

Die folgenden Punkte solltet ihr unbedingt einhalten:

 

Der Dart wird mit Daumen und Zeigefinger kurz hinter dem Schwerpunkt gegriffen.

 

Der Dart liegt waagerecht, also im rechten Winkel zum Unterarm und zum Board.

 

Der Dart verändert seinen Winkel auch nicht während der Beschleunigungsphase.

 

Korrekturen werden nur durch Veränderungen des Winkels vorgenommen.

 

Treffer zu hoch: Dartspitze nach unten

 

Treffer zu tief: Dartspitze nach oben

 

Auf jedes Feld/Segment der Scheibe wird mit dem selben Kraftaufwand geworfen.

Wie kann ich meine

 

Treffsicherheit verbessern?

 

 

Jeder Darter, der etwas auf sich hält, trainiert mindestens einmal pro Woche die Wurftechnik, um seinen Stil zu perfektionieren. Eingebürgert hat sich jedoch der Umstand, dass an den so genannten Trainingsabenden nur gespielt, also kein nennenswertes Training absolviert wird. Wenn sich für euch jedoch die Gelegenheit zu einem echten Training ergibt, handelt nach sieben Punkten von Mikes Trainingsplan: 1. Kontrolliert, ob ihr dieselben Schuhe tragt, wie beim Ligaspiel! Unterschiedliche Höhe der Sohlen ergeben auch unterschiedliche Wurfhöhen.

 

2. Achtet auf euren Stand! Als Rechtshänder steht ihr leicht nach links versetzt auf Höhe des Bulls, Linkshänder dementsprechend weiter rechts. Alles andere ergibt nur eine größere Entfernung zum Board und damit zumeist ein katastrophales Trefferbild.

 

3. Ein intaktes Wurfgerät - prüft den Sitz von Spitze, Schaft und Flight! Ein Dart mit losen Einzelteilen ist wie eine zu weite Hose ohne Gürtel...das kann peinlich werden.

 

4. Koordination der Wurfhaltung! Stand, Oberkörper und Wurfarm in eine bequeme aber optimale Haltung zum Board bringen.

 

5. Halt des Darts! Fingerhaltung am Dart ist das A (Abwurf) und O (Oh, ich habe getroffen!). Daumen und Zeigefinger hinter den Schwerpunkt, Mittelfinger zwischen Spitze und Schaft (oder kurz dahinter).

 

6. Zielen! Augen aufs Ziel.

 

7. Wurf! Werft auf das anvisierte Ziel und optimiert mit Wurfkraft, Fingerhaltung am Dart sowie Haltung des Darts (Spitze höher oder tiefer) die Höhe des Treffers. Einschläge rechts oder links des Ziels werden mit der Körperhaltung korrigiert.

Was könnte ich bei Master out

 

besser machen?

 

Um erfolgreich zu darten braucht es nicht nur Talent, Übung, gutes Spielmaterial, sondern auch Grips. Es sind einige Faktoren rechtzeitig zu beachten, an die oft erst gedacht wird, wenn es zu spät ist. Viele Fehler liegen beim Master out oftmals in der Taktik! Beispiel: Sinnvoll ist es, bei 60 Punkten Rest auf die 20 zu gehen – triffst du das Treble nicht, hast du noch die Möglichkeit, mit Tops oder 20 zu werfen und mit Doppel 10 zu beenden. Bei ungeraden Feldern wäre das nicht möglich, da man nach dem Fehlwurf in das einfache Feld erst den Score auf eine gerade Zahl bringen muss, um dann mit einem Double beenden zu können. Und da ist ein weiteres Problem, das an fehlender oder falscher Taktik liegt. Um auf eine gerade Punktzahl zu kommen, wird oft gedankenlos auf ein kleineres ungerades Zahlenfeld geworfen, wobei über die anliegenden Felder gar nicht erst nachgedacht wird. Einfaches Beispiel: Nach dem ersten Dart sind 19 übrig, wobei sich die 3 als „Gerademacher“ anbietet. Falsch! Mit dem Wurf in die 19 ist Schluss mit dem Versuch, mit dem in die 17 das finale Doppel – die Eins – erreicht. Besser: Ein Wurf in die 15, dann die doppelte 2. Triffst du nicht die 15, kannst du mit dem dritten Wurf immer noch ein adäquates Doppel übrig lassen oder für den – hoffentlich – nächsten Wurf überwerfen und dann erneut versuchen.